Galopprennen

 

 

 

 

 


Geschichte des Galopprennsports
seit 1839

Bereits im 19. Mai 1784 veranstalteten die Engländer Hyam, Price und Massen, die als Reitlehrer, Bereiter und Kunstreiter in Wien tätig waren, ein Rennen, dass möglicherweise sogar Ursache für die Einführung der Galopprennen auf einer Praterwiese war. Zu dieser Zeit wurden im allgemeinen nur Flachrennen geritten. Joseph II. dürfte die Galopprennen verboten haben.

Das nächste überlieferte Rennen fand jedenfalls erst am 17. April 1816 auf der Simmeringer Haide statt. Die ins Treffen geführte Nützlichkeit der Galopprennen für die Zucht und der stärker beachtete sportliche Faktor haben zweifellos zur Wiederaufnahme der Rennen wesentlich beigetragen; die Galopprennen wurden seither straff organisierte, programmierte und planmäßig abgehaltene Meetings.
Bis 1837 gingen jährlich an vier  Renntagen zwischen 27-51 Pferde an den Start.

Am 28. Dezember 1866 wurde auf Anregung von Nikolaus Graf Esterházy als oberste Sammelorganisation der „Jockey Club” gegründet. Unter seiner Führung fand am 21. Mai 1868 das Erste Österreichische Derby statt.

Die rasante Aufwärtsentwicklung und Ausweitung des Rennbetriebs (1883: 22 Veranstaltungen mit 138 Rennen) führte zur Gründung neuer Events, von denen sich einige bis heute erhalten haben (unter anderem das Graf-Nikolaus-Esterházy-Memorial, 1886 und das Graf-Hugo-Henckel-Memorial, 1889).

Die wohl meisten Besucher hatte das Derby 1913 mit über 40.000 Besuchern. 1928 wurde der „Große Preis von Österreich” geschaffen, am 22. April 1928 gaben nach der Gründung des Österreichsichen Amateurreiter-Vereins Amateurreiterinnen ihr Debüt.

Am 6. August 1944 stellte man den Rennbetrieb ein und nach Kriegsende erfolgte die Neugründung des Jockey Clubs, am 27. Oktober 1945 gab es das Erste Militär-Meeting der englische Besatzungsmacht (General McCreery); das erste zivile Rennen nach dem Zweiten Weltkrieg fand am 14. April 1946 statt.

1958 erfolgte die Gründung des Österreichischen Amateur-Rennreiter-Vereins.